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Artikel zum Neujahrsempfang der Chorgemeinschaft mit Jubilarenehrung

erschienen in der AZ Mainspitze am 17.01.2012

Jubilarenehrung bei der Chorgemeinschaft Ginsheim

17.01.2012 - GINSHEIM

(uli). Wo sich Sänger niederlassen, da geht es meist gesellig zu. Das bewies die Chorgemeinschaft Ginsheim am Samstag mit ihrem vereinsinternen Neujahrsempfang, der im katholischen Vereinsheim von St. Marien schwungvoll über die Bühne ging.

Natürlich muss sich niemand Gedanken darüber machen, wie das musikalische Rahmenprogramm aussieht. Das erledigten die Chöre selbst. Mit den Auftritten des gemischten Chores und der jüngsten Chorgründung, den „Chor-i-feen“, gab es jeweils einen Stimmungs-Schub, was vielleicht auch mit daran lag, dass die Sänger im Publikum die Lieder mitsingen konnten.

Sängerpräsidentin Anette Reichel freute sich, dass sie zahlreichen Jubilaren zu langer aktiver und inaktiver Mitgliedschaft gratulieren konnte.

„Kommen Sie zu den Sängern, denn dieses Hobby hält Geist, Leib und Seele gesund“, warb Monika Preuße vom Sängerkreis Mainspitze dafür, sich den Gesangvereinen anzuschließen. „Selbst wenn Sie erst noch mit 60 Jahren dazu stoßen, haben Sie gute Chancen, noch das 25-jährige Vereinsjubiläum zu erleben“, verwies sie darauf, dass die Lebenserwartung bei aktiven Sängern überdurchschnittlich hoch ist.

Ihre Vitalität stellten dann die jung gebliebenen Vereinsjubilare vor, die vom Verein und vom Hessischen Sängerbund mit Urkunden, Anstecknadeln und Blumen ausgezeichnet wurden. Allen voran Jakob Reinheimer, der seit 60 Jahren Mitglied ist und bereits 50 Jahre aktiv mitsingt. Toni Reichmann ließ mit einer Diashow das vergangene Jahr Revue passieren. Die Teilnahme am Altrheinfest, der Umzug zur 1225-Jahr-Feier der Gemeinde und das noch in frischer Erinnerung gebliebene Weihnachtskonzert bildeten Höhepunkte in einem ereignisreichen Jahr.

Vereinschronist Robert Kammer markierte einige bedeutsame Geschehnisse in der Historie der Chorgemeinschaft, die in diesem Jahr ihren 170. Geburtstag feierte. Interessant war zu hören, wie sich aus mehreren ortsansässigen Vereinen - neben der Chorgemeinschaft noch der Arbeitergesangverein „Sängergruß“ die „Concordia“, und die „Harmonie“ - schließlich ein großer Verein bildete, der in seinen Initialen SCH noch an seine gemeinsamen Wurzeln erinnert.

Liebe auf den ersten Blick scheint die Zusammenarbeit mit der neuen Dirigentin Esther Frankenberger gewesen zu sein. Die junge Musikerin, die seit einigen Monaten die Chöre der Chorgemeinschaft leitet, formulierte in einer humorigen Rede, ihre Wertschätzung für den Ginsheimer Verein, von dem sie sich bei ihrer ersten Dirigenten-Stelle sehr gut aufgenommen fühle. „Ich möchte Musik machen, die der Unterhaltung dient, aber auch emotionale Tiefen auslotet“, kündigte sie ein anspruchsvolles, aber auch der leichten Muse zugewandtes Repertoire an, das sie mit den Sängern erarbeiten wolle. Bei diesem Anspruch darf man gespannt auf die Auftritte der Chorgemeinschaft im Jahr 2012 warten.

 

erschienen im Echo Groß-Gerau am 16.01.2012

Die Jungen fehlen – und die Alten auch

Chorgemeinschaft – Vereinskarrieren wie die von Jakob Reinheimer, der seit 60 Jahren dabei ist, werden selten

Ehrungen:  Anette Reichel (rechts) und Monika Preuße (links) ehrten während des Neujahrsempfangs die anwesenden Jubilare Jakob Reinheimer, Elisabeth Welke, Margarete Seibert, Martin Kubsch, Manuela Rauch-Koziol, Manfred Raiss  und Heike-Kunz-Metzger (von links).  Foto: Ralph Keim

| Vergrößern | Ehrungen: Anette Reichel (rechts) und Monika Preuße (links) ehrten während des Neujahrsempfangs die anwesenden Jubilare Jakob Reinheimer, Elisabeth Welke, Margarete Seibert, Martin Kubsch, Manuela Rauch-Koziol, Manfred Raiss und Heike-Kunz-Metzger (von links). Foto: Ralph Keim
GINSHEIM. 


Waren das noch Zeiten: Als junger Mann wurde Jakob Reinheimer vom Vater in den Ginsheimer Männerchor geschickt. Einen Widerspruch gab es nicht. 60 Jahre ist das her. Heute würden die Kids nur lachen, wenn ihre Eltern auf so eine Idee kämen. „Die jungen Leute haben kein Interesse am Chorgesang, wollen sich nicht an einen Verein binden. Die Senioren wollen lieber ihre neu gewonnene Freizeit genießen“, fasste Monika Preuße das Problem der Traditionschöre während des Neujahrsempfangs der Ginsheimer Chorgemeinschaft zusammen. Sie muss es wissen, denn sie ist nicht nur die Vizepräsidentin der Chorgemeinschaft. Zudem amtiert sie als Vorsitzende des Sängerkreises Mainspitze.
Während des Empfangs bekräftigte sie noch einmal die Bedeutung der Traditionschöre für den Erhalt des deutschen Liedguts. Ein Chor erfülle außerdem immer einen wichtigen sozialen Aspekt.
„Wir planen dieses Jahr ein Projekt für den gemischten Chor“, kündigte Präsidentin Anette Reichel am Rande der Veranstaltung im katholischen Gemeinzentrum von Ginsheim an. Ziel sei, hauptsächlich männliche Stimmen zu gewinnen. „Der gemischte Chor hat rund 30 Aktive. Die meisten davon sind Frauen“, erläuterte die Präsidentin der Chorgemeinschaft.
Jubilare wie Jakob Reinheimer, der seit sechs Jahrzehnten seine Stimmbänder zum Vibrieren bringt, sind daher selten. Dafür bekam er am Samstagabend von Monika Preuße die goldene Ehrennadel des deutschen Sängerbundes überreicht. Auf immerhin 40 Jahre aktives Singen bei der Chorgemeinschaft kann Margarete Seibert zurückblicken. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Manuela Rauch-Koziol, Heike Kunz-Metzger und Martin Kubsch geehrt. Für 25-jährige Mitgliedschaft ohne aktives Singen ehrte die Präsidentin Simon Nirula, Franz Thurn und Elisabeth Welke. 50 Jahre Mitgliedschaft können die passiven Mitglieder Hermann Merten, Manfred Raiss und Wolfgang Richter vorweisen, die dafür die Ehrennadel in Gold der Chorgemeinschaft bekamen.
Die Chorgemeinschaft teilt sich in drei Chöre auf: Im gemischten Chor studieren die Aktiven Schlager, Volkslieder und manchmal auch klassischen Gesang ein. Im Chor „VocoMotion“ stehen Jazz, Rock und Pop sowie Filmmusik auf dem Programm. Die Formation „Chor-i-Feen“ ist ausschließlich für Frauen. Sie singen Gospel, Musicalstücke und ebenfalls bekannte Filmmusik. Selbstverständlich gaben alle drei Chöre am Samstag eine Kostprobe ihres Könnens.
Am Klavier der Chorgemeinschaft sitzt seit August vergangenen Jahres Esther Frankenberger. Die Achtundzwanzigjährige übernahm den Taktstock von Silvia Tollkin-Seibold und zog während des Neujahrsempfangs ein positives Fazit der vergangenen Monate. „Es macht sehr viel Spaß, diese drei so unterschiedlichen Chöre zu leiten.“ Sie denkt bereits an das Herbstkonzert der Chorgemeinschaft, das im November im Ginsheimer Bürgerhaus über die Bühne gehen soll. Esther Frankenberger begann ihre musikalischen Aktivitäten bereits im Alter von vier Jahren am Klavier und an der Geige. Zurzeit absolviert sie ein Aufbaustudium im Fach Chordirigieren.

 

Artikel zum Weihnachtskonzert am 03.12.2011 in der evangelischen Kirche in Ginsheim
      "Frohe Weihnachten auf Erden"     
erschienen in der AZ Mainspitze am 06.12.2011

 

Adventskonzert der Chorgemeinschaft Ginsheim

06.12.2011 - GINSHEIM

Von Ulrich von Mengden

Seit August hat die Chorgemeinschaft mit Esther Frankenberger eine neue Chorleiterin. Am Samstag gab es in der evangelischen Kirche eine intensive Kostenprobe der musikalischen Zusammenarbeit mit der jungen Musikerin. „Frohe Weihnachten auf Erden“, hieß die Abfolge von adventlichen Liedern aus aller Welt, die der gemischte Chor, „VocoMotion“ und „Chor-i-Feen“ in der voll besetzten Lichtenberg-Kirche sangen.

Um es vorweg zu nehmen: selten in den vergangenen Jahren hat man die Chorgemeinschaft so entspannt und unaufgeregt singen hören. Der musikalischen Qualität tat das überaus gut. Die Präsentation des Gesangs war weniger schrill, eher poetisch und zärtlich. Schon das Erscheinen der Sänger durch den Mittelgang mit Kerzen in der Hand verkündete die neue Handschrift. Wenige stimmige Kostümwechsel oder die Zuhilfenahme von Accessoires standen immer im Dienste des Ausdrucks.

Neue Dirigentin, neue Handschrift

Auch bei der Zuordnung der Lieder zu den Einzelchören gab es Überraschungen. So rührten die „Chor-i-Feen“, sonst eher bekannt durch peppiges Gestikulieren, mit dem schnörkellos eindringlich und leise gesungenen Klassiker „Maria durch den Dornwald“ an. Auch die Formation „VocoMotion“, bei der schon im Namen steckt, dass Gesang mit Bewegung eine Aufwertung erfahren soll, wurde durch die früher übliche Pantomime nicht vom Singen abgelenkt. Esther Frankenberger führte sehr konzentriert, zurückhaltend und genau durch den Konzertabend. Eine bescheidene Dirigentin, die weniger den großen Auftritt sucht, sondern offenbar ihre Klangkörper durch eine differenzierte Sprache der Musik sprechen lässt. Sich selbst mutete sie ein großes Programm zu. So begleitete sie neben dem Dirigat auch die junge Querflötistin Mara Hermann auf dem Klavier. Außerdem war sie nach einer Stunde als Taktgeberin noch als Gesangssolistin zu hören. Am Klavier begleitete Mathis Hölter durch den Abend.

Zur „adventlichen Reise in die internationalen Wohnzimmer“, wie Chormitglied Susanne Kühn-Benning ankündigte, gaben die Sänger amüsante und informative Erläuterungen zu Weihnachtsbräuchen in vielen Teilen der Welt. Bevor etwa ein norwegisches Weihnachtslied im festlich geschmückten Altarraum erklang, erfuhren die Besucher etwas über das Luzia-Lichterfest, mit dem die Zeit der Ankunft des Herrn eingeleitet wird. In Spanien wird Weihnachten zwei Wochen ausgelassen gefeiert, denn es gibt eine riesige Lotterie und man zelebriert die „Messe des Hahns“, der angeblich als erster die Geburt Jesu verkündete. Aus den USA verkündeten die Ginsheimer Chöre durch einige Gospels die schwungvolle Art, jenseits des Atlantiks Weihnachten zu feiern. Die tiefe Seele russischer Kompositionskunst interpretierte der gemischte Chor im Lied „Stille Nacht in Palästina“.

Insgesamt ein Fest der Musik, das seinen krönenden Abschluss im gemeinsamen „O du fröhliche“ fand, bei dem alle Besucher mitsangen.

 

 

 

          Artikel vom 08.09.2011 Wochenblick - Projekt Gemischter Chor                             

 

 

Artikel in der Mainspitze zum 5-jährigen Geburtstag der Chorifeen:

Der Funke springt über

18.05.2011 - GINSHEIM-GUSTAVSBURG
Von Nina Henrich

GOSPEL „Chor-i-Feen“ bringen Bewegung in den Gottesdienst / Fünfjähriges gefeiert

 Dass die Menschen mit fröhlicheren Gesichtern aus dem Gottesdienst gehen, als sie gekommen waren - das war das Ziel des Gospel-Gottesdienstes in der evangelischen Kirche in Ginsheim, wie Pfarrer Klaus Gottschlich zu Beginn erklärte. Nach dem über einstündigen Gottesdienst, der ganz im Zeichen der Musik stand und von den „Chor-i-Feen“ mitgestaltet wurde, wollten die Gemeindemitglieder die Kirche aber am liebsten gar nicht mehr verlassen, sondern sich weiter vom Gesang der „Chor-i-Feen“ mitreißen lassen.

Die „Chor-i-Feen“, das sind insgesamt 23 Frauen im Alter zwischen 14 und 60 Jahren, die sich vor fünf Jahren bei einem Gospel-Workshop der Chorgemeinschaft Ginsheim zusammengefunden haben. In dem Gottesdienst am Sonntag feierte der Chor sein fünfjähriges Bestehen. Unter der Leitung von Silvia Tollkien-Seibold setzten dabei insgesamt 16 Frauen nicht nur musikalische Akzente. Die optische Untermalung mit farbiger, meist selbst genähter Kleidung und Accessoires ist längst ebenso zur Tradition geworden, wie die modernen, meist englischen Lieder im Repertoire.

Mit Stücken wie „I will follow him“, „Halleluja“ und „Heaven is a wonderful place“, brachten die Gospelsängerinnen von Anfang an Bewegung in den Gottesdienst. Daneben waren auch Predigt, Fürbitten und Psalme auf das Thema „Musik“ ausgerichtet. In seiner Predigt sprach Pfarrer Gottschlich von Musik, die Gemütszustände beeinflusst und widergibt, die Gemeinschaft stiftet und die Herz, Seele und Verstand der Menschen berührt.

Dass es den „Chor-i-Feen“ mit ihren Darbietungen, denen Freude und Begeisterung deutlich anzusehen waren, gelungen war, die Gemeinde zu berühren und anzustecken, wurde spätestens beim gemeinsam gesungenen „Amen“ deutlich. Kirchenbesucher und Chor sangen und klatschten um die Wette, weder Jung noch Alt hielt es mehr auf den Bänken und der ein oder andere wurde sogar nach vorne geholt, um vorm Altar am stimmungsvollen Finale eines lebhaften Gottesdienstes teilzuhaben.

Einmal warmgesungen, wollten aber weder Gemeinde noch Chor aufhören und mit mehreren Zugaben schloss sich dem Gottesdienst fast so etwas wie ein kleines Konzert an. Beim vielen bekannten „O happy day“ mischten sich die „Chor-i-Feen“ unter die Menschen und blickten dort am Ende des Gottesdienstes ausschließlich in strahlende, manchmal sogar tränenfeuchte Gesichter.

 

Artikel zum Fest der Vereine im Rahmen der 1225 Jahrfeier von Ginsheim

 

 

VocoMotion macht Frühjahrskur

Vocomotion widmete sich einen Tag lang intensiv dem Gesang in Verbindung mit Darstellung und Bewegung. Ein Workshop belebt und bringt neue Ideen. Das konnte der moderne gemischte Chor der Chorgemeinschaft "VocoMotion" jetzt erleben. Dazu engagierte der Chor kurzerhand einen namhaften Dirigenten und widmete sich einen Tag lang intensiv dem Gesang in Verbindung mit Darstellung und Bewegung. Dabei gab es viele Lacher und verschiedene Tänzchen, aber auch intensives und konzentriertes Arbeiten mit der Musik.

Z.B. wurden spannende Experimente zum Chorklang gemacht. Dabei hatten die 23 Sänger und Sängerinnen viele Aha-Erlebnisse und jeder hat sich vorgenommen, davon auch etwas mit in die regulären Chorproben zu nehmen. Die finden jeden Donnerstag von 20:30 – 22:00 Uhr im Bürgerhaus Ginsheim statt.

Die Stücke, die bearbeitet wurden, kamen aus unterschiedlichen Richtungen und haben gezeigt, was moderne Chorliteratur ausmacht. So z.B. " Kuckuk ruft`s aus dem Wald" als Swing mit vielen rhythmischen Elementen – das machte richtig Spaß; oder "Alles nur geklaut" – hier durften zur Abwechslung mal die Männer die Melodie singen und die Frauen die Begleitstimmen. Oder "Top of the world", ein Lied aus dem Altrepertoire des Chores allerdings in neuer Bearbeitung, was einfach nur gute Laune machte.

In erster Linie ging es bei diesem Workshop um die Erfahrung, was man wie machen kann und wie man mit kleinen Gesten eine große Wirkung erzielt. Da der Workshop sich über ca. 6 Stunden erstreckte brauchten die Teilnehmer und der Workshopleiter natürlich zwischendurch etwas zur Stärkung. Diese holten sich die Sängerinnen und Sänger an dem üppigen Buffet "Marke Eigenbau". Am Ende des Workshops waren sich alle einig: der Aufwand hat sich gelohnt!

 

Ihre Chöre für jeden Gesang  | info@chorgemeinschaft-ginsheim.de